Jedes römische Badehaus war in verschiedene Bereiche unterteilt und verfügte über Umkleiden, einen Kaltbaderaum, einen mäßig warmen Raum, ein Warmbad und ein Schwitzbad. Die Anlagen wurden über Fußbodenheizungen beheizt.
Der Ablauf eines Bades läuft nach einem vorbestimmten Schema ab: Zuerst gingen die Besucher nach dem Ablegen der Bekleidung mit Handtuch und Badeutensilien – auf Holzschuhen – zur Reinigung in den Kaltbaderaum (frigidarium).
Danach ging es in den Warmbaderaum (tepidarium). Dieser hatte eine Raumtemperatur zwischen 20 und 25°C und war mit Bänken und Wasserbecken ausgestattet. Hier konnte man sich auch einölen und massieren lassen.
Danach ging es in das entweder in das trocken-warme laconicum oder das feucht-heiße sudatorium.
Danach folgte das Warmbad (caldarium) mit einer Temperatur von ca. 50 °C und mehreren Gemeinschaftsbecken. Da dieser Raum durch Fußbodenheizung erwärmt wurde, waren hier die Holzschuhe nötig, damit die Besucher sich nicht die Füße verbrannten.
Zuletzt ging man zurück in den Kaltbaderaum, um nach dem heißen Bad den Körper abzukühlen und den Kreislauf anzuregen.
Der Besuch im Badehaus galt sowohl der Reinigung als auch der Entspannung/Wellness sowie dem Pflegen sozialer Kontakte.