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Paracelsus wurde – vermutlich am 11.11.1493 – in Egg bei Einsiedeln als Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim geboren. Er war bekannt als Arzt, Alchemist, Mystiker, Astrologe, Philosoph und Laientheologe.

Der Name Paracelsus ist eine latinisierte Paraphrasierung des Namens „Hohenheim“.

Sein Wissen und Wirken gilt aus sehr umfassend, doch so legendär seine Heilungserfolge waren, sie trugen ihm die erbitterte Gegnerschaft etablierter Mediziner und Apotheker ein. Diese Zwistigkeiten wurden oftmals verschärft, da Paracelsus eine oft beißende Kritik sowohl an der vorherrschenden Lehrmeinung der Viersäftelehre, als auch der reinen Bücherweisheit der damaligen medizinischen Gelehrten übte.


Von Paracelsus sind viele deutschsprachige Bücher und Aufzeichnungen erhalten geblieben, die größtenteils erst nach seinem Tod erschienen. Diese Aufzeichnungen befassten sich mit medizinischen, astrologischen, philosophischen sowie theologischen Inhalten.

Seine Begründung, warum er statt des üblichen Lateins die deutsche Muttersprache anwendete, war, dass er erklären wolle, was ein Arzt sein soll – und dies in deutscher Sprache, damit es eben auch der Allgemeinheit und dem einfachen Patienten bekannt würde.

Nach dem Tod seiner Mutter zog 1502 sein Vater, der Arzt, Naturforscher und Alchemist Wilhelm Bombast von Hohenheim mit Paracelsus nach Villach in Kärnten, wo er eine ärztliche Praxis aufbaute. Dort erhielt Paracelsus erste Einblicke in die Medizin.

Mit 16 Jahren begann er ein Medizinstudium an der Universität zu Basel, daran schlossen sich ca. 12 Wanderjahre an, in denen er sich bei verschiedenen bekannten Alchemisten aufhielt. In Wien erlangte Paracelsus 1510 den Grad eines Bakkalaureus der Medizin. Es wird vermutet, dass er um 1516 in Ferrara die Doktorwürde erlangte; danach zog er als Wundarzt durch große Teile Europas.

In etwa dieser Zeit war es auch, dass er unter dem Namen Paracelsus bekannt wurde.

Nachdem er sich 1524/1525 in Salzburg niederließ, musst er es kurz darauf fluchtartig verlassen, da er sich durch seine Unterstützung der Aufständischen im Bauernkrieg beim Salzburger Erzbischof sehr unbeliebt gemacht hatte.

Nachdem er sich darauf hin in Basel niederließ, tauschte er regelmäßig Gedanken mit bekannten Humanisten wie Erasmus von Rotterdam, Wolfgang Lachner oder Johannes Oekolampadius aus.

Als Stadtarzt von Basel – mit Berechtigung an der medizinischen Fakultät zu lehren – hielt er erstmals Vorlesungen (s. Medizinische Lehren des Paracelsus). Entgegen damaligem Brauchtum hielt er diese auf Deutsch, da er die Meinung vertrat, „die Wahrheit müsse nur deutsch gelehrt werden“. Während seiner Lehrzeit übte er darüber hinaus heftige Kritiken sowohl an den Ärzten als auch der Apothekerschaft, was ihm nicht nur Schmähschriften, sondern auch offene Drohungen gegen Leib und Leben einbrachte.

Als ihm 1528 ein aussichtsloses Gerichtsverfahren drohte, floh er in das Elsass, wo er erneut einige Wanderjahre verlebte. In dieser Zeit hatte er auch erste Schüler.

Erste Schriften und die Bücher „Paramirum“ und „Paragranum“, alle medizinischen Inhalts, stellte er 1529 fertige – jedoch wurden diese nicht veröffentlicht.

Nachdem er 1541 – vermutlich durch Berufung von Fürst Ernst, Pfalzgraf zu Rhein und Herzog in Bayern – nach Salzburg zog, verstarb er dort am 24.09. unter ungeklärten Umständen. Gründe wie Tod durch Erschöpfung wegen Überarbeitung und unregelmäßigem Lebenswandels werden ebenso diskutiert wie Mord durch Feinde. Beigesetzt wurde Paracelsus zunächst auf dem Sebastiansfriedhof in Salzburg, gut zweihundert Jahre später – 1752 – wurde er in die Kirche St. Sebastian umgebettet.

Die lateinische Inschrift auf seinem Grab lautet übersetzt:

BEERDIGT IST HIER PHILIPP THEOPHRAST MIT DEN WÜRDEN DES DOKTORS DER MEDIZIN, DER JENE UNHEILVOLLEN LEIDEN LEPRA GICHT, WASSERSUCHT UND ANDERES UNHEILBARES, FÜR DEN KÖRPER ANSTECKENDES MIT WUNDERBARER KUNST WEGNAHM. UND ER HAT SEIN VERMÖGEN GEEHRT, INDEM ER ES UNTER DEN ARMEN VERTEILTE UND UNTERBRACHTE. IM JAHRE 1541 AM TAG 24 DES SEPTEMBERS HAT ER DAS LEBEN MIT DEM TODE GETAUSCHT.

FRIEDE DEN LEBENDEN, EWIGE RUHE DEN BEGRABENEN.