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Voraussetzung für die Wirksamkeit einer äußerlichen Mineralwasser- / bzw. Wasser-Anwendung ist seine Resorption: Die Wirk- und Heilstoffe müssen von der Haut und den Schleimhäuten aufgenommen und darüber in die Blut- oder Lymphbahn abgegeben werden. Das Wasser bildet hierbei das Träger- bzw. Lösungsmittel der zu resorbierenden Stoffe. Dies ist nachweisbar, seitdem die Möglichkeit der radioaktiven Markierung der Inhaltsstoffe des Wassers möglich ist.

Die Hornhautschicht der Haut ist für die Resorption hinderlich; daher können erst nach einer fünf- bis zehnminütigen Bespülung mit dem Badewasser Bestandteile des Heilwassers nachgewiesen werden. Verglichen mit der Menge der in der Haut abgelagerten Stoffe, die zu einem späteren Zeitpunkt resorbiert werden, ist die sofortige Resorption durch die Haut beim Baden relativ gering.



Die Resorption kann sowohl beschleunigt als auch verlangsamt werden: Seifenlösungen, die in Tests die Wirkstoffe bereits nach dreiminütiger Bespülung nachweisbar machten, beschleunigen die Resorption, verzögert wird sie durch das Fetten der Haut, zum Beispiel mit Vaseline.

Für unbehandelte Haut setzt man eine optimale Badedauer von 10 bis 30 Minuten an.

Aus der jeweiligen chemischen Zusammensetzungen des Minerals ergibt sich die therapeutische Wirksamkeit des Bades.

Zudem entsteht in der Balneotherapie der positive Nutzen, dass im Wasser sowohl Muskeln als auch Gelenke durch den Auftrieb entlastet werden.

Im Rahmen einer balneologischen Kur haben neben den Bädern selbst auch die Änderungen des sozialen Umfeldes, die klimatischen Veränderungen, die Ernährungsumstellung und die unterschiedlichen Bewegungs- und Entspannungstherapien eine positive Auswirkung auf den psychischen und physischen Zustand des Kurenden.

Diese Anwendungen haben auch besonders viel Erfolg bei Menschen mit Rückenschmerzen, mit Beschwerden an der Bandscheibe, und anderen bewegungsabhängigen Schmerzen, die bei einseitiger Tätigkeit und Belastung entstehen.

Der „Auftrieb“ und das Gefühl der Schwerelosigkeit im Wasser werden subjektiv als sehr angenehm empfunden.