Neben Eisen und Aluminium ist Calcium das dritthäufigste Metall unseres Lebensraumes, welches infolge seiner Reaktionsfähigkeit in der Natur nur in gebundenem Zustand vorkommt. Es ist Hauptnährstoff der Pflanzen und - in Form von phosphor- und kohlensaurem Calcium - ein Baustein des menschlichen Skeletts. Knochen und Zähne sind das Hauptdepot für Calcium. Calcium ist unentbehrlich für eine normale Blutgerinnung sowie für die Erregungsbildung und Reizleitung im Nervensystem.
Die DGE und die WHO empfehlen für Erwachsene eine Calcium-Tagesdosis von ca. 700 mg. Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium aus dem Darm und begünstigt den Calcium-Einbau in die Knochen. Oxalsäure, die in verschiedenen Gemüsearten vorkommt blockiert hingegen durch Bildung eines schwerlöslichen Ca-Salzes die Resorption im Organismus.
Die Calcium-Zufuhr ist bei nahezu allen Bevölkerungsgruppen mangelhaft und gibt Anlass zur Besorgnis. Dies ist vorwiegend eine Folge des niedrigen Milchkonsums, denn 40% des durch die Nahrung aufgenommenen Calciums stammen aus Milch und Milchprodukten. Vor allem in Zeiten erhöhten Calciumbedarfs - das sind Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit - ist eine ausreichende Calciumversorgung über die Nahrung in Frage gestellt. Calciummangel kann zu Störungen im Knochenbau führen. Besonders schwer sind die Schäden von Calciummangel bei Kindern und Jugendlichen wie Wachstumsstörungen, ungenügende Verknöcherung des Skeletts, Rachitis und Andere.