Zur Gewinnung des Uferfiltrats werden in einer Entfernung von 50 - 100 m vom Fluss Brunnen angelegt. Ein geringer Teil des Flusswassers sickert ständig durch die Flusssohle und weiter durch den Boden auf die Brunnen zu. Das Uferfiltrat enthält dann mit Grundwasser vermischtes Flusswasser, welches durch die Bodenpassage zumindest zum Teil gereinigt wurde.1
Da der Verschmutzungsgrad des Flusswassers aber meist sehr hoch ist, besteht die Gefahr, dass sich dieser Bodenfilter mit der Zeit mit den Verschmutzungen zusetzt. Im Boden vorkommende Mikroorganismen können die an Bodenpartikel angelagerten Schadstoffe nicht oder nur ungenügend abbauen, wodurch sich die Qualität des Filtrats zunehmend verschlechtert. Sicherer ist die künstliche Anreicherung des Grundwassers mit Flusswasser.
1 O. Klee; Angewandte Hydrobiologie; Trinkwasser- Abwasser- Gewässerschutz; Georg Thieme Verlag; Stuttgart; 1985, S. 205