„Natürliches“ oder „echtes“ Grundwasser füllt die Hohlräume der Erdrinde zusammenhängend. Es ist durch die Versickerung von Niederschlagswasser entstanden, das vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten herabregnete. Wie uns schon die Zahlen zur Wassergewinnung zeigen, gilt die BRD als grundwasserreiches Land1. Grundwasser ist auch heute noch die geeignetste Trinkwasserquelle, da es ursprünglich keine Verschmutzungen aufweist. Auf dem Weg durch den Boden wir das Niederschlagswasser filtriert und gereinigt2. Gewonnen wird das Grundwasser aus Brunnen, die ins Grundwasser eintauchen („unvollkommene Brunnen“) oder bis zur darunter liegenden undurchlässigen Schicht reichen („vollkommene Brunnen“).
1 H. Bernhardt, W. Schmidt; Zielkriterien und Bewertung des Gewässerzustandes und der zustandsverändernden Eingriffe für den Bereich der Wasserversorgung; Verlag Kohlhammer GmbH; 1988; S. 158
2 O. Klee; Angewandte Hydrobiologie; Trinkwasser- Abwasser- Gewässerschutz; Georg Thieme Verlag; Stuttgart; 1985; S. 190f.